
Kleiner Rufus
Text mit Illustrationen






Es gab einmal einen kleinen Jungen mit dem Namen Rufus. Er wohnte in einem ganz normalen Haus mit unzähligen Fenstern, was sich auf an einer ganz normalen Straße in einer ganz normalen Stadt befand. Er wohnt dort mit seiner Familie: Mama, Papa und seiner sehr kleinen Schwester Annet. Annet ist noch ein kleines Baby. Sie kann noch nicht laufen. Deswegen wird sie ständig in den Händen getragen und mit dem Löffel gefüttert. Rufus, im Vergleich zu Annet ein „großer Junge“, - sagt die Mama, und er soll selbstständiger werden. Er ist vor kurzem fünf geworden!
Zum Geburtstag hat er ein Fahrrad und ein tolles Buch über die Sterne bekommen. Dabei hätte er sich lieber einen Kinderwagen wie Annet gewünscht. Und dass er auch wie sie in den Händen getragen wird. Deswegen versteckt er sich oft hinter seinem zotteligen blonden Pony und verbringt den ganzen Tag mit seinem Fahrrad draußen auf dem Spielplatz. Sogar wenn es langsam dunkel wird und die Laternen anfangen zu leuchten, ist Rufus oft noch draußen.Er tritt die Steine und spielt Fußball mit den Nachbarskindern bis sie alle nach Hause laufen. Dann geht er auch nach Hause, weil er keine Lust hat alleine zu spielen.




Mama und Papa von Rufus sind sehr beschäftigt. Papa baut große Häuser. Solche wie das in dem sie selbst wohnen. Die Mama von Rufus arbeitete früher in einem Museum. Das ist ein sehr schönes Gebäude, in dem ganz viele schöne Sachen zu sehen sind, die es sonst nirgendwo mehr gibt. Jetzt kümmert sie sich um die kleine Annet und trägt sie ständig in den Armen. Natürlich liebt Rufus die kleine Annet sehr. Nur ist sie so klein dass es unmöglich ist mit ihr zu spielen. Vielleicht später werden sie gemeinsam Fahrrad fahren, - sagt der Papa. Und der Rufus hofft, dass das bald dazu kommt. Noch besser, sie würden alle zusammen verreisen! Im Idealfall auf den Mond! Oder in den Dschungel, wo die bunten Papageien wohnen! Rufus hat sie in einem Buch gesehen. Dort würden sie gemeinsam Bananen und Kokosnüsse essen, auf den Lianen schaukeln und viel lachen!..
Manchmal, an den richtig traurigen Tagen wird er von seiner Oma abgeholt. Sie ist zwar uralt (damit kennt sich der Rufus ganz sicher aus) aber sehr unternehmungslustig und generell ziemlich seltsam. Die Oma… interessiert sich für Computerspiele, trägt Jeans und hat sogar ein paar Tattoos. Die meisten von den hat sie in ihrer Jugend gemacht, aber ein Paar davon erst vor kurzem. An diesen Tagen, nach dem Abendessen sitzt Rufus lange neben seiner Oma und schaut interessiert die merkwürdigen Muster auf ihren Händen an.